Mitgliederversammlung 2026

Gute Holzpreise, neue Förderung und Vorstandswechsel: Die FBG Lähden zieht Bilanz

Ahmsen.

Zwischen lukrativen Holzpreisen von zuletzt 84,63 Euro pro Festmeter und der anhaltenden Borkenkäfergefahr zog die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Lähden und Umgebung auf ihrer Generalversammlung im Gasthof Winkler-Lübke eine ereignisreiche Bilanz. Während der Schädlingsbefall – der mittlerweile auch Buchen und Eichen trifft – dem Wald weiter zusetzt, blickt der Verein durch die Zusammenarbeit mit einem neuen Beratungspartner und einer einstimmigen Verjüngung im Vorstand durch Wilhelm Wessels jun. optimistisch nach vorn. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch für die Waldbesitzer: Die in den Jahren 2023 bis 2025 versäumten Mitgliedsbeiträge müssen im Laufe dieses Jahres nachträglich eingezogen werden

Die ordentliche Generalversammlung der FBG Lähden und Umgebung fand im Gasthof Winkler-Lübke in Ahmsen statt und wurde vom 1. Vorsitzenden Reinhard Deters um 12:12 Uhr geschlossen. Neben den Mitgliedern nahmen auch wichtige Vertreter der Forstverwaltung und Kooperationspartner teil, darunter der Leiter des Forstamtes Weser-Ems, Dr. Florian Stockmann, Jörg Görlich von der Nord-West-Holz eG, Andreas Perkmeyer (FBG Emsland-Nord) sowie Bezirksförster Henrik Meyer Lührmann. Eine bedeutende Neuerung ist die künftige Zusammenarbeit mit der Agrarberatung Hasetal e.V., die als Partner für Beratungsleistungen gewonnen werden konnte. Diese erbringt bereits für die FBG Ankum und Umgebung ähnliche Leistungen und hat in gemeinsamer Arbeit mit dem Vorsitzenden die Daten der FBG Lähden ordnungsgemäß neu strukturiert.

Forstwirtschaft & Förderungen

In seinem Vortrag zum Waldzustand betonte Dr. Stockmann, dass die Lage vor allem infolge der zurückliegenden warmen und trockenen Jahre 2024 und 2025 sowie des anhaltenden Borkenkäferbefalls weiterhin sehr angespannt ist. Problematisch war zuletzt auch, dass Schnee und Frost die Aufarbeitung des Holzes zunächst behinderten. Besonderes Augenmerk liegt derzeit auf Buchen und Eichen, die vermehrt unter Käferbefall leiden, weshalb die Waldbesitzer zu großer Wachsamkeit aufgerufen sind. Zudem informierte er über eine seit dem 01.01.2026 geltende neue Förderrichtlinie, für die Bezirksförster Meyer Lührmann als Ansprechpartner fungiert. Diese verlangt bei Aufforstungen einen Laubholzanteil von mindestens 40 Prozent, während maximal 49 Prozent der Gehölze nicht standortheimisch sein dürfen. Weiterhin gibt es eine Förderung der Kulturpflege mit Beträgen von bis zu 600 Euro pro Hektar.

Holzmarkt & Vermarktung

Einen Einblick in den regionalen Holzmarkt gab Jörg Görlich, Geschäftsführer der Nord-West-Holz eG (NWH), und berichtete von einer derzeit guten Marktlage. Die FBG Lähden vermarktete im Jahr 2024 insgesamt 7.104 Festmeter ohne Rinde zu einem Durchschnittspreis von 60,84 Euro pro Festmeter ab Wald (98 % Nadelholz, 2 % Laubholz). Im Jahr 2025 sank die Menge auf 4.235 Festmeter ohne Rinde, während der Durchschnittspreis auf 84,63 Euro pro Festmeter ab Wald deutlich anstieg (93 % Nadelholz, 7 % Laubholz). Positiv hervorgehoben wurde, dass über 90 Prozent des Holzes in einem Umkreis von maximal 150 Kilometern an regionale Verarbeiter veräußert werden. Durch eine Bündelung von seit Jahresbeginn nunmehr 36 Bezirken – unter anderem durch neun neue Bezirke in Emstek – verfügt die NWH über eine starke Verhandlungsposition. Sorgen bereitet hingegen die Entwaldungsverordnung (EUDR), deren Nachweispflichten zusätzlichen Bürokratieaufwand mit sich bringen könnten.

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Holzbericht
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Finanzen & Haushaltsplan

Den Haushalt 2025 sowie den Haushaltsplan 2026 stellte Maximilian Dieker vor. Das Geschäftsjahr 2025 begann auf dem Girokonto mit einem Anfangsbestand von 48.770,70 Euro und endete mit 28.634,17 Euro, da die Kalamitätszuschüsse mittlerweile größtenteils an die Waldbesitzer ausgezahlt wurden. Nachdem Kassenprüfer Stefan Kramer im Namen von ihm und Heinrich Scheve eine einwandfreie und vollständige Kassenführung bescheinigte, erfolgte die Entlastung des Vorstandes und des Kassenwartes einstimmig. Der Haushaltsplan für das Jahr 2026 wurde mit einer Enthaltung bestätigt. Ein wichtiger Punkt für das laufende Jahr ist eine Beitragsnacherhebung: Da es in den Jahren 2023 bis 2025 versäumt worden war, die Mitgliedsbeiträge einzuziehen, wird dies nun über das Jahr verteilt in einem dreistufigen Verfahren nachgeholt. Das jeweilige Beitragsjahr wird dabei auf den Kontoauszügen klar ausgewiesen sein.

Generationswechsel im Vorstand

Da Wilhelm Wessels sen. nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stand, wurde sein Sohn Wilhelm Wessels jun., der an diesem Tag nicht anwesend sein konnte, einstimmig zu seinem Nachfolger im Vorstand gewählt. Bei den Kassenprüfern bleibt Stefan Kramer für ein weiteres Jahr im Amt, während Josef Möddeken einstimmig als Nachfolger des ausscheidenden Heinrich Scheeve in die Kassenprüfung gewählt wurde. Zum Abschluss der Sitzung präsentierte Andreas Perkmeyer die Website der FBG Emsland Nord, die künftig als zentrale Plattform für die Öffentlichkeitsarbeit und den Informationsaustausch der Ober-FBG sowie der zugehörigen Forstbetriebsgemeinschaften und Waldschutzgenossenschaften dient.

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Protokoll GV 2026
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