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Holzmarktbericht

Zahlen, Fakten und Prognosen der WSG Hümmling-Süd

Wie entwickelt sich der regionale Holzmarkt im Jahr 2026? Die aktuellen Auswertungen der Nord-West-Holz e.G. und der WSG Hümmling-Süd zeigen deutlich steigende Durchschnittspreise und Rekorderlöse beim Wertholz, beleuchten aber auch die anstehenden regulatorischen Herausforderungen durch die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Hier finden Sie alle relevanten Marktdaten, die langfristige Preisentwicklung und detaillierte Grafiken im Überblick.

1. Holzeinschlag und Durchschnittspreise

WSG Hümmling-Süd

  • Im Gesamtjahr 2025 betrug das Volumen 4.606 Festmeter (Fm) bei einem Durchschnittspreis von 77,99 €/Fm.

  • Der Nadelholzanteil lag bei der WSG Hümmling-Süd in diesem Zeitraum bei 99 Prozent.

  • Im Zeitraum Januar bis Februar 2026 lag das Volumen bei 1.881 Fm und der Durchschnittspreis stieg auf 94,84 €/Fm.

FBG Emsland-Nord

  • Im Jahr 2025 wurden 22.227 Fm zu einem Durchschnittspreis von 72,38 €/Fm vermarktet.

  • Der Nadelholzanteil betrug 87 Prozent, der Laubholzanteil lag bei 13 Prozent.

  • In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 betrug das Volumen 3.887 Fm bei einem Durchschnittspreis von 84,04 €/Fm.

Nord-West-Holz e.G. (Gesamt inkl. Fremdhandel)

  • Das Gesamtvolumen 2025 lag bei 246.034 Fm mit einem Durchschnittspreis von 83,23 €/Fm.

  • Zwischen Januar und Februar 2026 wurden in der gesamten Genossenschaft 37.797 Fm zu einem Durchschnittspreis von 79,86 €/Fm abgesetzt.

  • Der Laubholzanteil stieg im Januar und Februar 2026 auf 33 Prozent.

2. Langfristige Entwicklung (2017–2025)

  • Das höchste Einschlagvolumen der Jahre 2017 bis 2025 wurde im Jahr 2020 mit 384.341 Fm verzeichnet.

  • Im selben Jahr (2020) lag der Durchschnittspreis auf dem Tiefststand der Zeitreihe bei 27,33 €/Fm.

  • Der höchste Durchschnittspreis des betrachteten Zeitraums wurde 2025 mit 83,23 €/Fm erzielt.

3. Preisentwicklung Nadel- und Laubholz (Quartal I / 2026)

Nadelholz

  • Fichtenstammholz verzeichnete einen Preisanstieg von 8,00 €/Fm und lag bei 125 bis 130 €/Fm.

  • Lärchen- und Douglasienstammholz stiegen um 15,00 €/Fm auf eine Spanne von 115 bis 145 €/Fm.

  • Kiefernstammholz verzeichnete ein Plus von 6,00 €/Fm und wurde für 78 bis 98 €/Fm gehandelt.

Laubholz

  • Die Preise für Industrieholz und Laubenergieholz blieben im ersten Quartal 2026 unverändert.

  • Eichenstammholz der Güte CGW sank im Preis um 10,00 €/Fm auf 80 bis 105 €/Fm.

  • Pappelstammholz verzeichnete über die Güteklassen B/C sowie C/CGW einen Preisanstieg von 5,00 €/Fm.

4. Wertholzsubmission 2026

  • Die Gesamtmenge der angebotenen Wertholzsubmission lag 2026 bei 785,62 Fm, wovon 776,20 Fm verkauft wurden.

  • Der Durchschnittspreis über alle Sortimente stieg von 483 €/Fm im Jahr 2025 auf 539 €/Fm im Jahr 2026 an.

  • Eichenholz erzielte den höchsten Durchschnittspreis mit 686 €/Fm, gefolgt von Esche mit 230 €/Fm.

  • An der Versteigerung 2026 nahmen 19 Bieter teil, von denen 16 einen Zuschlag erhielten.

  • Der teuerste Einzelstamm der Submission war eine Eiche, die für 1.470 €/Fm an das polnische Unternehmen Smyga Veneer verkauft wurde.

5. Sachstand zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)

  • Ende 2025 kam es auf EU-Ebene zu Abstimmungen über Dringlichkeitsverfahren und Änderungswünsche zur EUDR (u.a. mit der Forderung nach einer Verschiebung der Verordnung um ein Jahr).

  • Innerhalb der Nord-West-Holz e.G. bestehen für private Waldbesitzer in ihrer Rolle als Primärerzeuger weiterhin bürokratische Lasten und Informationspflichten.

  • Für den Kleinstprivatwald sind in der praktischen Umsetzung keine weitreichenden Erleichterungen vorgesehen.

  • Für Vorstände forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse bestehen weiterhin Haftungsrisiken, sofern sie als Marktteilnehmer auftreten.

  • Bei außerplanmäßigen Nutzungen (wie etwa bei der Aufarbeitung von Kalamitäten) erfordert die Verordnung die Erstellung zusätzlicher Sorgfaltspflichten.

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Präsentation zum Holzmarktbericht
Mitgliederversammlung WSG Hümmling-Süd _
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Hinweis: 

Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass der Holzmarkt sensibel auf externe Veränderungen reagiert. Unmittelbare Auswirkungen auf das Preisniveau können insbesondere durch folgende Faktoren entstehen:

  • Globale Entwicklungen des Weltmarktgeschehens

  • Schwankungen der Konjunktur am Binnenmarkt

  • Unvorhersehbare Naturereignisse (z. B. Stürme oder Kalamitäten durch Schädlingsbefall)

Risikobewertung bei der Vermarktung Aufgrund dieser schwer kalkulierbaren Einflüsse stellt die spekulative Verzögerung des Holzeinschlags in der Erwartung künftiger Preissteigerungen ein individuelles wirtschaftliches Risiko für jeden einzelnen Waldbesitzenden dar.